Der türkische Außenminister Davutoglu sagte, der irakische Premierminister Maliki ziehe es vor, nach Washington zu gehen und sich über die Türkei zu beschweren, anstatt nach Ankara zu kommen.
Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte, er habe erwartet, dass der irakische Premierminister al-Maliki an einem hochrangigen strategischen Kooperationsrat mit der Türkei teilnehmen würde. Maliki zog es jedoch vor, nach Washington zu fahren und sich dort über die Türkei zu beschweren, anstatt nach Ankara zu kommen.
In seiner Rede auf der fünften Konferenz türkischer Botschafter in Ankara sagte Davutoglu, Syrien würde in ein solches Chaos geraten, dass auch die Türkei in Schwierigkeiten geriete. Es gebe eine Gemeinschaft, die sagen würde: „Sie wollen, dass Syrien mit dem gleichen Regime weitermacht, oder sie wären sogar froh, wenn die Türkei in Schwierigkeiten geriete.“
Davutoglu verglich den Arabischen Frühling mit „einem Erdbeben im Mittelmeerraum“ und die Türkei werde versuchen, so weit wie möglich diplomatische Mittel einzusetzen, um den Übergangsprozess unblutig und reibungslos zu gestalten.
Davutoglu merkte auch an, er habe erwartet, dass der irakische Premierminister Nuri al-Maliki am hochrangigen strategischen Kooperationsrat mit der Türkei teilnehmen würde, und fügte hinzu: „Herr Maliki zog es jedoch vor, nach Washington zu fahren und sich über die Türkei zu beschweren, anstatt nach Ankara zu kommen. Leider hat er seitdem seine Aussagen zum Nachteil der Türkei fortgesetzt. Ich wünschte, er hätte nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte eine Politik verfolgt, die allen Teilen des Irak offen gegenübersteht.“
Türkei nimmt Syrer im Rahmen humanitärer Diplomatie auf
Davutoglu betonte auch, dass die Türkei die Syrer im Rahmen humanitärer Diplomatie aufnehme.
„Die Tür vor denen zu verschließen, die an unsere Tür klopfen, ist nicht Teil unserer Kultur“, fügte Davutoglu bei der Eröffnung der 5. Botschafterkonferenz am Mittwoch hinzu.
In seiner Ansprache an die weltweit tätigen türkischen Botschafter sagte Davutoglu, dass die „humanitäre Diplomatie“ drei Dimensionen habe: die Erleichterung des Lebens eines Staates für seine Bürger, die Haltung eines Staates in Krisenregionen und humanitäre Hilfe innerhalb des UN-Systems.
Zur ersten Dimension sagte Davutoglu, dass die Türkei entschlossen sei, eine möglichst liberale Visapolitik zu verfolgen, da sie davon überzeugt sei, dass ihre Bürger die grundlegende Macht des Landes seien.
Je mehr türkische Bürger umziehen, desto mehr Wert schaffen sie, sagte Davutoglu und fügte hinzu, dass die Türkei überall dort, wo türkische Bürger hingehen, Botschaften und Generalkonsulate eröffnen werde.
Schließlich könnten türkische Bürger ohne Visum in die EU reisen, weil die Türkei ein Teil Europas gewesen sei, sei und bleiben werde, sagte Davutoglu.
Agentur für Anatolien



