Berichten zufolge haben unbekannte ausländische Streitkräfte vom Meer aus einen nächtlichen Angriff auf eine Basis von Militanten in der südsomalischen Stadt Barawe gestartet.
Ein Sprecher der islamistischen Al-Shabab-Gruppe sagte der Nachrichtenagentur Reuters, bei dem Angriff sei ein Kämpfer getötet worden.
Berichten zufolge wurden die Bewohner der von Militanten kontrollierten Stadt vor dem Morgengebet durch schwere Schüsse aufgeweckt.
Al-Shabab übernahm letzten Monat die Verantwortung für einen tödlichen Angriff auf ein kenianisches Einkaufszentrum.
Mindestens 67 Menschen wurden getötet, als Militante am 21. September das Westgate-Einkaufszentrum in der Hauptstadt Nairobi stürmten.
Ein anonymer somalischer Geheimdienstmitarbeiter sagte gegenüber Associated Press, die Ziele der Razzia am Samstag seien „hochrangige“ Ausländer gewesen. Die Quelle gab jedoch nicht bekannt, in welchem Land die Operation durchgeführt wurde.
Sowohl amerikanische als auch französische Spezialeinheiten haben in den letzten Jahren Angriffe auf Küstenziele in Somalia durchgeführt.
'Hubschrauber'
Von den vom Westen unterstützten Behörden Somalias gab es zunächst keinen Kommentar zu dem mutmaßlichen Angriff vom Samstag in Barawe.
Laut der somalischen Nachrichten-Website Midnimo waren an dem Angriff auch zwei Hubschrauber beteiligt.
„Westler in Booten haben unsere Basis am Strand von Barawe angegriffen und einer von uns wurde zum Märtyrer“, sagte Scheich Abdiasis Abu Musab, der als Sprecher von al-Shabab für die Militäroperationen gilt, telefonisch gegenüber Reuters.
Ein weiteres al-Shabab-Mitglied namens Abu Mohamed sagte gegenüber AP, dass „ausländische“ Soldaten ein Haus in Barawe angegriffen hätten.
Militante seien zum Tatort geeilt, um einen ausländischen Soldaten festzunehmen, doch sei ihnen dies nicht gelungen, fügte er hinzu.
Westliche Marineflotten, die mit der Bekämpfung der Piraterie beauftragt sind, patrouillieren in den Gewässern vor Somalia, wo seit mehr als zwei Jahrzehnten Konflikte toben.
Im Jahr 2009 griffen Kommandos der US-Marine bei einem Tagesangriff auf Barawe einen Al-Kaida-Anführer, den in Kenia geborenen Saleh Ali Saleh Nabhan, an und töteten ihn.
Washington hat in Somalia auch Drohnen eingesetzt, um die Regierung und die Streitkräfte der Afrikanischen Union in ihrem Kampf gegen al-Shabab zu unterstützen.
Im Januar führte Frankreich einen erfolglosen Einsatz zur Befreiung eines französischen Geheimdienstagenten durch. Dabei wurden zwei französische Kommandos getötet und al-Shabab gab später bekannt, den Agenten getötet zu haben.
BBC



