Die Schweizer Großbank UBS hat angekündigt, im Zuge der Verschlankung ihres Investmentbankings weltweit 10,000 Stellen abzubauen.
Die Stellen sollen im Laufe der nächsten drei Jahre abgebaut werden; sie entsprechen 16 Prozent der derzeit 64,000 Beschäftigten.
UBS verlor während der Finanzkrise 39 Milliarden Schweizer Franken (26 Milliarden Pfund; 42 Milliarden Dollar) und musste von den Schweizer Behörden gerettet werden.
Durch die Kürzungen sollen 3.4 Milliarden Franken eingespart werden.
UBS-Chef Sergio Ermotti sagte: „Diese Entscheidung war schwierig, insbesondere in einem Geschäft wie dem unseren, in dem sich alles um die Mitarbeiter dreht.
„Einige Kürzungen werden auf die natürliche Fluktuation zurückzuführen sein und wir werden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Gesamtwirkung abzumildern.“
Risikoscheu
Die UBS mit Sitz in Zürich wird sich auf ihr Privatkundengeschäft und ein kleineres Investmentbanking konzentrieren und einen Großteil des riskanteren Handelsgeschäfts aufgeben, das für den Großteil der Verluste verantwortlich war.
In einem gemeinsamen Brief an die Aktionäre erklärten der Vorsitzende Axel Weber und der Vorstandsvorsitzende Ermotti: „Wir werden nicht mehr in nennenswertem Umfang in Geschäftsfeldern tätig sein, in denen die risikoadjustierten Renditen ihre Kapitalkosten nicht decken können.“
UBS war eine der am stärksten von der globalen Finanzkrise betroffenen Banken.
Im vergangenen Jahr verlor die Bank weitere 2 Milliarden Franken aufgrund der Aktivitäten von Kweku Adoboli, einem mutmaßlichen betrügerischen Händler.
Dies veranlasste den damaligen Vorstandsvorsitzenden Oswald Grübel zum Rücktritt. Gegen Adoboli läuft derzeit ein Prozess wegen Betrugs und Bilanzfälschung. Er bestreitet die Vorwürfe.
(BBC News)



