Der für den 14. bis 15. Oktober geplante Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Türkei wurde aus bürokratischen Gründen auf nächsten Monat verschoben, teilten türkische Beamte mit.
„Der Grund für die Verschiebung des Besuchs ist eine Verzögerung bei der Fertigstellung einiger Vorbereitungen für den Hochrangigen Kooperationsrat aufgrund bürokratischer Probleme“, sagte ein hochrangiger türkischer Diplomat gestern gegenüber der Hürriyet Daily News.
Der Diplomat wies Behauptungen türkischer Medien zurück, die Syrienkrise habe bei der Verzögerung der Reise eine Rolle gespielt, und sagte, diese sei lediglich auf die Vorbereitungen für das Ratstreffen zurückzuführen.
Die Türkei und Russland hätten sich in einem Telefongespräch zwischen dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem russischen Präsidenten am 9. Oktober „einvernehmlich darauf geeinigt, Putins Besuch zu verschieben“, so der Diplomat. Putin rechne nun damit, den Besuch Mitte November oder in der dritten Novemberwoche abzuhalten, sagte der Beamte.
Putin habe seinen Besuch aufgrund seines vollen Terminkalenders verschoben, berichtete Russia Today gestern unter Berufung auf Beamte der Pressestelle des Kremls.
Der Hochrangige Kooperationsrat müsse einmal jährlich tagen, die dritte Ausgabe sei für März in der Türkei geplant, sagte der Diplomat und fügte hinzu, das Treffen sei wegen der Wahlen in Russland verschoben worden.
„Grundsätzlich haben wir vereinbart, es nach September und insbesondere Mitte Oktober abzuhalten“, sagte der Diplomat und fügte hinzu, dass es noch keine offizielle Ankündigung zum genauen Zeitplan für Putins Besuch gegeben habe, was darauf hindeute, dass der 14./15. Oktober ein ungefährer Termin für den Besuch sei. „Wichtig für uns ist, den Hochrangigen Kooperationsrat 2012 abzuhalten“, sagte er. Der Diplomat sagte, Medienberichte, Putin habe vor, der Türkei eine Mitgliedschaft in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit vorzuschlagen, seien reine Spekulation. Energiefragen, darunter South Stream, Russlands geplante Pipeline zur Versorgung Europas, werden während Putins Besuch besonders diskutiert. Das russische Unternehmen Rosatom entwickelt außerdem das erste türkische Atomkraftwerk in der südlichen Provinz Mersin. Auch die Syrienkrise wird voraussichtlich auf der Tagesordnung stehen.
(Hürriyet Daily News)


