Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hat die Türkei um ein schnelles Eingreifen gebeten, um die Freilassung von 48 iranischen Pilgern zu erwirken, die in der Hauptstadt des kriegszerrütteten Syriens von den Konfrontationskräften als Geiseln genommen worden waren. Die Truppen behaupteten, die Iraner seien an Kämpfen gegen die Opposition von Präsident Bashar al-Assad beteiligt gewesen.
Salehi hat auch Kontakt zu seinem Amtskollegen in Katar aufgenommen, um die Freilassung der Iraner zu erwirken. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu und sein katarischer Amtskollege Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabr Al-Thani haben sich in getrennten Telefongesprächen mit dem iranischen Außenminister Ali Akbar Salehi darauf geeinigt, die Freilassung der Pilger zu fordern, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag.
Türkische diplomatische Quellen gaben damals allerdings lediglich an, dass Davutoğlu und Salehi während ihres Gesprächs andere Aspekte der jüngsten Entwicklungen in Syrien angesprochen hätten.
Iranische Medien berichteten, die Iraner seien mit dem Bus von dem reich verzierten, goldgewölbten Schrein von Sayeda Zainab, der Enkelin des Propheten Mohammed – einer schiitischen Pilgerstätte in den südöstlichen Vororten von Damaskus – zum Flughafen gefahren, um sie nach Hause zu bringen, als sie von bewaffneten Aufständischen entführt wurden. Ein Kommandant der Freien Syrischen Armee hingegen sagte, der Bus sei weit von der Moschee entfernt und fahre in Gebiete, in denen Regierungstruppen und Rebellen kämpfen.
„Wir haben Informationen über die Iraner erhalten und begannen, sie zwei Monate lang zu verfolgen“, sagte Kapitän Abdel Nasser al-Shumair, Kommandeur der al-Baraa-Brigade der Freien Syrischen Armee, in einem Interview mit dem in Dubai ansässigen Fernsehsender al-Arabiya. Die Kämpfer „prüfen noch immer die Dokumente, die die Identität dieser Gefangenen belegen, und werden unsere Ergebnisse zu gegebener Zeit veröffentlichen.“
Syrische Konfrontationskämpfer werfen dem Iran vor, er habe Kämpfer seiner Revolutionsgarde entsandt, um Assads Truppen bei der Niederschlagung eines Aufstands gegen sein Regime zu unterstützen. Teheran weist die Vorwürfe zurück



