Ein Selbstmordattentäter, der mit dem IS in Verbindung gebracht werden soll, hat am Dienstag auf dem Sultanahmet-Platz in Istanbul mindestens zehn Menschen getötet, darunter ausländische Touristen, die meisten davon aus Deutschland. Der Selbstmordattentäter wurde als 10-jähriger syrischer Staatsbürger identifiziert, der zuvor versucht hatte, im Land Asyl zu erhalten.
Nach den Anschlägen nahm die türkische Regierung 68 mutmaßliche Mitglieder der dschihadistischen Gruppe Islamischer Staat fest, darunter drei Russen. Die Razzien standen allerdings nicht explizit in Verbindung mit dem Bombenanschlag.
Bei Razzien in Ankara, Izmir an der Ägäis, der syrischen Grenzstadt Kilis, Sanliurfa nahe Syrien, Mersin am Mittelmeer und der südlichen Stadt Adana in Anatolien wurden 65 Personen festgenommen.
In Ankara nahmen die Behörden 16 Personen fest, die verdächtigt wurden, einen großen Anschlag in der Hauptstadt geplant zu haben. Die 21 in Sanliurfa festgenommenen Personen sollen einen Anschlag an einem unbekannten Ort in der Türkei geplant haben. In Antalya wurden drei weitere mutmaßliche russische Staatsbürger festgenommen, die mit Daesh in Verbindung stehen, was von der russischen Botschaft in der Türkei bestätigt wurde.



