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Eine neue syrische Verfassung, über die noch in diesem Monat abgestimmt werden soll, beendet laut Text faktisch die fast fünf Jahrzehnte währende Alleinherrschaft der Baath-Partei.
Der Verfassungsentwurf, über den am 26. Februar abgestimmt wird, hebt Artikel 8 der alten Charta auf, der die seit 1963 an der Macht befindliche Baath-Partei zum „Führer von Staat und Gesellschaft“ erklärte.
Syriens Präsident Baschar al-Assad habe angeordnet, am 26. Februar ein Referendum über eine neue Verfassung abzuhalten, berichtete die offizielle staatliche Nachrichtenagentur SANA heute.
„Präsident Bashar al-Assad hat heute ein Dekret erlassen, das Sonntag, den 26. Februar, als Datum für das Referendum über den Verfassungsentwurf festlegt“, berichtete SANA.
Das syrische Staatsfernsehen erklärte, die neue Verfassung werde es dem „Volk ermöglichen, das Volk zu regieren“, und zwar im Rahmen eines neuen demokratischen Mehrparteiensystems.
Darin hieß es, dass Freiheit gemäß dem vorgeschlagenen Text „ein heiliges Recht“ sei und dass jede Verletzung der persönlichen Freiheit als ein strafbares Verbrechen angesehen werde.
Am Sonntag habe eine Kommission, die mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragt sei, Assad einen Charta-Entwurf vorgelegt, berichtete SANA. Der Minister fügte hinzu, er werde ihn prüfen und ihn vor der Abstimmung an die Volksversammlung weiterleiten.
Im Januar erklärte Assad, ein im Oktober eingesetztes Komitee werde eine neue Verfassung ausarbeiten, die die aktuelle ersetzen solle und die dominierende Rolle seiner Baath-Partei festschreibe.
Damals sagte er, dass der Gesetzesentwurf bereits im März einer Volksabstimmung unterzogen werden könne; dieser Termin wurde inzwischen jedoch vorgezogen.
Im April letzten Jahres hob die syrische Regierung den Ausnahmezustand auf und verabschiedete im Juli ein Gesetz, das die Einführung eines Mehrparteiensystems ermöglichte.



