Der türkisch-zypriotische Präsident Dervis Eroglu traf am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zusammen.
Der türkisch-zypriotische Präsident Dervis Eroglu traf am Samstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zusammen.
In einem Gespräch mit Journalisten nach dem Treffen sagte Eroglu, die Zypern-Verhandlungen seien in einer Sackgasse, nachdem die griechisch-zypriotische Regierung das rotierende Ruder der Europäischen Union übernommen habe. Er fügte hinzu, eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Lösung sei nicht in Sicht, bis bei einer für nächsten Februar angesetzten Wahl ein neuer griechisch-zypriotischer Staatschef gewählt werde. Er soll Demetris Christofias ersetzen, der angekündigt hatte, nicht wieder zur Wahl anzutreten.
„Die Gespräche sind ins Stocken geraten, weil Christofias unseren Vorschlag abgelehnt hat, einen Zeitplan für eine Lösung auszuarbeiten und ein multilaterales Treffen abzuhalten. Wir hoffen, dass der gewählte Kandidat in der Lage sein wird, einen Schritt in Richtung einer tragfähigen und dauerhaften Lösung zu unternehmen“, sagte Eroglu.
Diplomatische Quellen im Umfeld des Eroglu-Ban-Treffens sagten, der türkisch-zypriotische Präsident habe den UN-Chef über die Beziehungen zwischen den beiden zypriotischen Gemeinschaften sowie über die griechisch-zypriotischen Bemühungen zur Offshore-Öl- und Gasförderung rund um die Insel informiert.
Quellen zufolge legte Eroglu Ban einen Vorschlag zur Erkundung und zum Transport der Kohlenwasserstoffvorkommen der Insel vor.
Der Vorschlag sieht unter anderem die Ernennung eines Mediators durch den UN-Chef vor, der den Vorsitz in einem technischen Komitee aus türkischen und griechisch-zypriotischen Gesandten übernimmt, sowie den Transport von Öl und Gas nach Europa durch Pipelines über die Türkei.
(Anadolu Nachrichtenagentur)


